6. SF Turm 74 Buer (von Martin Lukas)

Die Schachfreunde Turm 74 Buer gründeten sich am 09.12.1974 im Schatten des großen SV Buer 21. Bei dem kleinen Bueraner Verein stand jedoch immer die Geselligkeit im Vordergrund, nie der Leistungsgedanke. Hierfür sorgten bis 1989 in rührender Art und Weise die Mitgründer Gerd Wilhelm Wienert und Friedhelm Anton Hermann. Gespielt wurde stets in der Gaststätte „Zur Freiheit“ an der Brinkgartenstraße in Buer-Mitte.
Ein Höhepunkt des leider recht kurzen Vereinslebens war sicherlich die Mit-Organisation eines Simultankampfes mit Großmeister Hans Joachim Hecht. Erwähnenswert sind aber auch die neun ausgetragenen Gedächtnisturniere zu Ehren von Manfred Geilhausen. Unvergessen ist auch der Einsatz von Ludger Heiermann, der sich rührend um die Geschicke der Schachjugend Emscher-Lippe und die der Fachschaft Schach der Stadt Gelsenkirchen kümmerte.

Die erste Mannschaft konnte nach mehreren vergeblichen Anläufen sogar bis in die Bezirksliga aufsteigen. Leider erfolgte jedoch nur kurze Zeit später das Aus. Während der Saison 1988/89 zogen sich die Türmler vom Spielbetrieb zurück, da zu wenig aktive Mitglieder zur Verfügung standen. Der Grund hierfür waren etliche persönliche Veränderungen (Umzug, Familie). Hinzu kam aber auch der Wunsch einiger Spieler in anderen Vereinen noch höher spielen zu wollen.
Die meisten der noch verbliebenen aktiven Spieler schlossen sich dann dem SV Buer 21 an, um ihn nach nach nur zwei Jahren wieder zu verlassen, da man sich dort nicht mehr wohl fühlte. Der Neuanfang in der 3. Kreisklasse begann 1991/92 erwartungsgemäß erfolgreich. In der nächsten Saison folgte sogar der zweite souveräne Aufstieg in Folge.
Da sich jedoch die alten passiven Mitglieder nicht mehr reaktivieren ließen, war die Spielerdecke äußerst eng. Die Finanzen waren natürlich ebenfalls zu knapp, um alle Planungen der recht jungen Truppe realisieren zu können. Nach Schwierigkeiten mit dem Spiellokal mussten neue Ideen her. Es zeigte sich, dass es wohl besser sei, die Schachkräfte in Buer zu bündeln. Christoph Renk, nahm als 1. Vorsitzender mit Karl Sowa, dem Ehrenvorsitzenden des SV Buer 21, erste Kontakte auf. Diese führten zur gemeinsamen Austragung der Vereinsmeisterschaften 1993 und endeten dann letztlich mit der Fusion der beiden buerschen Clubs am 11. Juni 1993. Man gab sich den neuen Namen

(in Festzeitschrift "80 Jahre Schach in Buer")